Tokio 2021 Scott Bärlocher

Scott Bärlocher als Olympia-Ersatzmann im Vierer: Fit für jeden Einsatz

Am Freitag den 23. Juli ist mit der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele die längste Olympiade der Geschichte zu Ende gegangen. Viele Athleten und Athletinnen haben auf diesen Moment gewartet, so auch wir, die Athleten der Schweizerischen Rudernationalmannschaft.
Am Montag vor den Spielen sind wir von unserem Trainingslager 600 km westlich von Tokio ins Olympische Dorf gereist. Der erste Eindruck des Dorfs ist überwältigend. Auf einer Fläche von 44 Hektaren leben die besten Athleten der Welt. Man ist den Weltstars der Sportwelt und seinen grössten Vorbildern gleichgestellt. Hier sind Athleten aus 206 Nationen, die miteinander wohnen und essen. Alle haben das gleiche Ziel und den gleichen Traum. 

Nach den ersten drei Tagen beruhigt man sich etwas und kann sich besser auf seinen eigenen Sport fokussieren. Man kommt in einen strukturierten Tagesablauf. Täglich sind wir mit Bussen vom Dorf zum Trainingsgelände gefahren worden, wo wir auf einer abgegrenzten Strecke des Meeres gerudert sind. Nach unseren Trainings beziehungsweise Rennen sind wir zurück ins Dorf gefahren. Die Erholung stand hier ganz im Zentrum mit Physios und Eisbädern, um sich von der immensen Hitze abzukühlen. 

Am selben Tag wie die Eröffnungsfeier hat die Olympische Ruderregatta begonnen. Der Wettkampf dauerte eine Woche. Nach einem Vorlauf, Hoffnungslauf und dann schliesslich Final hat der Vierer, für den ich Ersatzmann war, den neunten Rang erreicht.
Auf Grund der COVID-Regelungen mussten wir innerhalb 48 Stunden nach unserem letzten Rennen Japan verlassen. So befanden wir uns einen Tag nach dem Final im Flugzeug auf dem Weg nach Hause.
Trotz der zahlreichen Restriktionen an den Spielen war das Erlebnis für mich grossartig. Obwohl es keine Zuschauer gab und wir andere Sportarten nicht schauen durften, war der Olympische Geist überall präsent. Die Spiele sind etwas wirklich Spezielles. Für mich ist jetzt noch klarer, warum ich wöchentlich 25 Stunden trainiere. In drei Jahren möchte ich und werde ich an den Olympischen Spielen in Paris teilnehmen. Der Traum von Olympischem Gold ist grösser als je zuvor. 

Text Scott Bärlocher

Olympia-Team 4er ohne mit Scott Bärlocher vom Ruderclub Baden (inks im Bild)

Aargauer Zeitung Vittorioso

Bereit mehr zu leisten….

Martin Probst, Sportredaktor der Aargauer Zeitung, hat am 20. März zusammem mit dem Fotografen Alexander Wagner das Training unserer Jugendsportler/Innen besucht. Präsident David Bodmer, Vizepräsident Claudio Obrist und Jugendsportleiter Daniel Wiederkehr erläuterten das Projekt Vittorioso, das wir an der GV 2021 gestartet haben.

Bericht Aargauer Zeitung vom 1. April 2021

Fotos Training Junioren/Juniorinnen von Alexander Wagner

Scott Bärlocher Aargauer Sportler des Jahres

Der Verband Aargauer Rudersport hat Scott Bärlocher für die Wahl zum Sportler des Jahres 2020 nominiert. Den Ausschlag gab seine Bronzemedaille im Skiff an den Schweizer Meisterschaften 2020 gegen härteste Konkurrenz. Mit 1’490 Stimmen gegen 1’040 Stimmen des zweitplatzierten Daniel Eich (Judo) wurde Scott zum Aargauer Sportler des Jahres gewählt. Für Scott und den Ruderclub Baden ein riesiger Erfolg und ein schönes Zeichen für den Rudersport in der Region Baden. Dies gerade jetzt, wo der Ruderclub Baden mit seinem Projekt Vittorioso einen neuen Anlauf zur nachhaltigen Förderung des Jugendsports startet (siehe Menu Vittorioso).

Eine spannende Ergänzung zum Text ist das Interview der Aargauer Zeitung mit Regierungsrat Alex Hürzeler und Scott Bärlocher. Nach einigen Impressionen der Sponsoren beginnt das Interview aus Sarnen mit dem Traumziel von Scott: „Olympia-Teilnahme“ mit Medaille.

Mit 15 Jahren kam Scott als Junior zum Ruderclub Baden. Beharrlich trainierte er nebst dem Besuch der Kantonsschule Baden in verschiedenen Bootsklassen. An den Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee stand er immer häufiger auf dem Podest. Dies oft als Medaillengewinner im Skiff oder zusammen mit Ruderfreunden im Vierer. Seit 2017 trainiert Bärlocher im schweizerischen Ruderzentrum in Sarnen. Damals wurde er in das U23-Kader aufgenommen. Seit vergangenem Jahr gehört er zur Elite. Weil die Sommerspiele in Japan um ein Jahr verschoben wurden, hörten zwei Ruderer, die für das Olympiaboot in der Kategorie Vierer ohne Steuermann vorgesehen waren, auf. Bärlocher rutschte nach. Vielleicht reicht es schon für die Olympiateilnahme 2021 in Tokyo. In den kurzen Zeitspannen vor und nach dem Training studiert Scott Elektroingenieur an der ETH Zürich. Jetzt ist es ein Vorteil, dass die Vorlesungen coronabedingt per Video stattfinden.
Wir drücken Scott die Daumen und wünschen weiterhin viel Durchhaltevermögen und Erfolg.

Weitere Info unter Aargauersport und Podcast Aargauersport mit Scott Bärlocher

Link zur Homepage von Scott Bärlocher

Grosse Ehre ist Scott Bärlocher auch in seiner Heimatgemeinde Würenlos zuteil geworden, wie der Bericht in der Rundschau Süd 2021-15 zeigt.