Der Baden Achter Cup hat sich einmal mehr als sportliches Aushängeschild des Ruderclub Baden präsentiert. Auf der Limmat trafen sich 21 Achtercrews aus Baden, Zürich, Bern, Waldshut und Aarburg, um ihre Kräfte zu messen. Die 8 Kilometer lange Strecke – vier Kilometer flussaufwärts und nach der Wende vier Kilometer mit der Strömung zurück – verlangte den Steuerleuten höchste Präzision und den Ruderinnen und Ruderern volle Kraft ab.
Ein beeindruckendes Bild bot sich den Zuschauern: so viele Achter gleichzeitig auf der Limmat sieht man selten, und manch ein Spaziergänger blieb fasziniert stehen, um das Spektakel zu verfolgen. Die grosse Zahl an Booten stellte den Club vor eine logistische Herausforderung. Bootshaus, Umkleiden und Infrastruktur waren bis aufs Äusserste gefordert, teilweise wurden die Garderoben sogar ins benachbarte Fussballclubhaus ausgelagert.

Perfekte Bedingungen und reibungslose Abläufe
Das Wetter zeigte sich von der besten Seite: angenehme Temperaturen, kein Wind und glattes Wasser, die paar Regentropfen wurden schnell vergessen. Dank der hervorragenden Organisation verliefen die Rennen ohne Zwischenfälle. Alle Steuerleute hielten sich an die Weisung, dass vor und während der Wende nicht überholt werden durfte. Gestartet wurde wie gewohnt in zwei Serien, sodass Boote und Steuerleute mehrfach eingesetzt werden konnten. Besonders bemerkenswert: Noch nie seit dem ersten BAC im Jahr 2003 waren so viele Achter am Start – und auch der Ruderclub Baden selbst stellte mit neun Booten eine Rekordzahl.
Brunch und Siegerehrung
Nach den Rennen trafen sich alle Teams zum traditionellen, reichhaltigen BAC-Brunch im Clubraum, der aus allen Nähten platzte. Anschliessend folgte die lang ersehnte Siegerehrung. Für Tanja Berger war es der erste Achter Cup als Präsidentin, sie stellte sich kurz vor und begrüsste ihre Vorgänger, die Teams und die Helfenden. Durch die Rangverkündung führte wie gewohnt Ruderchef Achim Gsell. Er fing wie immer mit dem letzten Platz an, der leider von unseren Hoch- und Mittelschulfrauen belegt wurden. Sie fuhren in einer besonderen Kategorie: als «6er mit Steuerfrau», denn der in die Jahre gekommene Achter «The Eight Bells» zeigte altersbedingte Schwächen: Ein Riemen und ein Rollsitz brachen. Das Mitleid war gross.

Tolle Erfolge für den RC Baden
Sportlich gesehen war der Tag ein voller Erfolg: Der RC Baden konnte vier Kategoriensiege einfahren – bei den Juniorinnen, Junioren, Masters Damen und Elite Herren. Besonders erfreulich: Die Herren – unterstützt von Mitgliedern der legendären Mighty Eights – verteidigten den Wanderpokal erfolgreich gegen den RC Aarburg. Die Mighty Eights, eine Gruppe ehemaliger erfolgreicher Rennruderer, hatten den Pokal im Jahre 2004, ein Jahr nach ihrem ersten Sieg, gestiftet.
Der Damenpokal ging erstmals seit 2019 wieder nach Baden – mit einem hauchdünnen Vorsprung einer Zehntelsekunde vor den letztjährigen Siegerinnen vom Polytechniker Club Zürich.

Dank an alle Helfenden
Die Organisation verlangte enormen Einsatz: Zeitmessung, Ordnung am Steg, Motorbootfahrer, Bojensetzer, Startlisten, Bootseinteilung, Sicherheitsposten bei der Wende, Küche, Brunch-Vorbereitung, Clubraumgestaltung, Glühwein- und Teeposten vor dem Bootshaus – überall waren helfende Hände im Einsatz. Die Sorge von Achim, dass bei so vielen aktiv teilnehmenden Ruderinnen und Ruderern niemand mehr für die Organisation übrigbleiben würde, erwies sich als unbegründet. Alle vakanten Posten wurden rasch besetzt, und die Helfenden machten den Anlass zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der 22. Baden Achter Cup hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark unser Club aufgestellt ist und wie gross der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft ist. Beide Pokale in Badener Hand, ein Ergebnis, das stolz macht und Motivation für die kommende Saison gibt.
Text: Teresa Widmer
Bilder: Jonathan Kaufmann und Nikita Szedalik













