Das Jahr 2026 schreitet sportlich voran und es ist bereits vieles passiert, über das berichtet werden kann – es läuft im RCB! Wir freuen uns, Dich in dieser ersten digitalen Version des RCB Kontakts über die "Latest News" im Ruderleben in Baden zu informieren.
Ich hoffe, dass Ihr alle sportlich und voller Tatendrang ins Jahr 2026 gestartet seid und freue mich, hiermit die erste digitale Version des RCB Kontakts einzuleiten.
Wie immer gab die Papiersammlung den Jahresauftakt, wobei zeitgleich auch der 2. Langstreckentest in Mulhouse stattgefunden hat. An diesem, wie auch am 3. Langstreckentest im März, wurden bereits tolle Resultate von unseren Junior:innen gefahren, und auch unsere Kader-Athletin Olivia überzeugte an letzterem mit einem sehr starken 3. Rang!
Im Februar versammelte sich eine Rekordanzahl Mitglieder (103 – erstmals über 100) im Zwyssighof in Wettingen, um nach köstlichem Fajita-Buffet die 92. Generalversammlung abzuhalten. Eine gelungene GV, auch wenn sie fast 4 h dauerte. Aber wir können stolz darauf sein, ein Verein mit so vielen engagierten Mitgliedern zu sein! Die Stimmung war durchwegs sehr positiv und es freut den Vorstand extrem, wie gross die Unterstützung des Rudernachwuchses unter den RCB-Mitgliedern ist. Hier ein paar Abstimmungs-Highlights, das ausführliche Protokoll zur GV ist in dieser Ausgabe des RCB Kontakts zu finden:
Statutenanpassungen aufgrund des neuen Swiss Olympic Branchenstandards 2026
Am traditionellen Anrudern nach der Zeitumstellung wurde bei eher tristem Wetter die Saison eingeläutet und es erwartete die zahlreich erschienenen Ruderer:innen wie immer eine aufheiternde Osterüberraschung bei der 13er-Brücke. An diesem Anlass wurde zugleich der neue Salani-Doppelzweier auf den Namen STELANTIC getauft und die Jungfernfahrt bestritten – eine Würdigung der tollen Leistung unserer 2 Atlantik-Ruderer Steven und Anton.
Nun geht es Schlag für Schlag voran, denn nach dem Oster-Trainingslager ist vor der Regattasaison. Mit Lauerz am 25. & 26. April geht diese bereits wieder los und es wird sich zeigen, ob auch dieses Jahr das intensive Wintertraining wieder mit Medaillen belohnt wird. Wir freuen uns über zahlreiche Fans am Regatta-Ufer!
In dem Sinn wünsche ich allen eine freudige und erfolgreiche Saison!
Papiersammlung ist eine ruderclubbadener Ikone. Bei meiner ersten Teilnahme hiess das grösste Land der Welt nicht Russische Föderation, der FC Baden eröffnete das Esp-Stadion in der Hoffnung auf Wiederaufstieg in die Nationalliga A, und in Neuenhof stauten sich Autos auf einer offenen Autobahn, die N1 hiess. Vieles hat sich verändert: Wir müssen Leuchtwesten tragen, dürfen nicht mehr freestyle auf den Fahrzeugen surfen, es gibt krass mehr Karton als Papier, und diese kommen erst noch in separate Mulden. Zudem: wegen Digitalisierung kaum mehr interessante oder gar anrüchige Lektüre-Fundstücke. Alles wird schlechter? Nee. Vieles ist auch gleich (gut) geblieben: Wenn der Chef die Tourenkarten den Lastwägeli-Chefs verteilt, hofft man in einer möglichst witzigen Gruppe fahren zu dürfen, was dann sowieso immer der Fall ist; die Altpapierbündeli in durchaus unterschiedlicher Qualität geben tiefen Einblick in die soziokulturelle Struktur Neuenhofs, und weil wir die Januar-Sammlung haben immer auch in die Trends der Weihnachtsgeschenk-Industrie; um 9.30h gibts Kaffeepause im Landhaus, wo sich Jung und Lebenserfahren an den Tischen treffen.
Flashback 1: Generalversammlung im Landhaus
Da wo alle Papiersammler:innen knapp Platz haben, wurden in den 1980er-Jahren die GV’s des Ruderclubs durchgeführt: im Säli des “Landhaus”. Die Flüster-Gespräche am Junioren-Tisch mussten damals deutlich dezenter geführt werden, der Präsident war bei diesem kleinen Raum immer in Hörweite. Erfreulich, dass der RCB seit Jahren weit grössere Säle füllt an seiner GV. So kann ungeahndet sogar auch mal ein Jass geklopft werden während einem Traktandum.
Restaurant Landhaus Neuenhof
Dieses Jahr: Touren 6, 8 und 4. Ich kenne sie inzwischen alle 12 und darum auch Neuenhof wie meine Westentasche. Grundsätzlich zumindest, denn so rasant wie derzeit im Ort Grossbauten hochgezogen werden sieht jedes Jahr die Hälfte der Strassen anders aus.
Tour 4 ist Klosterrüti, Leerung pragmatischerweise wie früher ungetrennt in eine einzige Mulde bei der Webermühle (eine eigene Tour, die 5).
Webermühle Neuenhof
Gleich nebenan: die Villa Ermitage (hat auch schon bessere Zeiten erlebt) mit dem kleinen Vorgebäude. Ein Ort des Grauens.
"Ort des Grauens" Neuenhof
Flashback 2: Ruderclub Aussenstationen
Bis 2001 verfügte der RCB über keinen eigenen Fitnessraum. Krafttraining? – Im klaustrophoben Keller in der Sportanlage Aue. Ergometertraining? – Kam vor 40 Jahren erst so richtig auf, und musste ausgelagert werden. Die ersten Jahre: im kleinen Ermitage-Häuschen. Vor den Tests hinjoggen vom Bootshaus, knapp 7 Minuten Tortur, nach dem Test sich irgendwie ins Bootshaus zurückschleppen. Später wurde dafür ein Raum in der Webermühle gemietet (Papiersammlungs-Tour 5), auch nicht viel besser. Nicht für lange: Kündigung – neuer Standort. Diesmal in der düsteren Lagerhalle oberhalb einer Wettinger Lastwagengarage. Vor der Jahrtausendwende dann Annäherung ans Bootshaus: Ergometer/Kraftgeräte standen in einem Neuenhofer Industriegebäude gleich bei der Autobahnbrücke (Papiersammlungs-Tour 1)
Ehemaliger Kraftraum im Industriegebäude Neuenhof
Während im Sport viel investiert wird in modernste Trainingsgeräte für optimales Training, funktioniert bei der Papiersammlung die immer gleiche Trainingsmethode. Das Einwerfen von Altpapier in die Mulde ist komplex, vielseitig und ganzheitlich: auf wackligem Untergrund (Papierbündel-Beigen) balancierend mehrere Kilos Gewicht anheben, hochstemmen und mit kräftigem Stoss in die Weite schleudern, das alles so, dass das Gspänli nebenan nicht getroffen wird, sondern tatsächlich die Mulde. 30-40 Wiederholungen, danach Pause, das Ganze in 4-5 Serien. Ich hab schon immer gesagt: Ruderclub macht mehr Spass als Gym. Und ein feines Pasta-Essen in bester Gesellschaft gibts auch noch obendrauf (Danke Luigi!)
Flashback 3: Crash Boom Bang
Jedes Mal, wenn ich von der Papiersammlung nach Hause fahre, erinnert mich die Eisenbahnüberführung an der Seestrasse an mein traumatischstes Papiersammlungs-Momentum. Wir sassen zu viert hinten auf der Brücke des niegelnagelneuen gedeckten Lastwagens, der freundlicherweise in letzter Minute noch zur Verfügung gestellt worden war. Der Fahrer hatte die Höhe der Brücke – sagen wir... falsch eingeschätzt. Es krachte, wir vier unter Brettern und Blachen begraben. Keine Verletzen, beträchtlicher Sachschaden, Glück im Unglück.
SBB-Unterführung Seestrasse Neuenhof
2026 verlief die Papiersammlung aber einmal mehr unfallfrei, und das ist das Hauptziel. Das Nebenziel – einen Zustupf für die Kasse – wurde auch erreicht. Dass dabei alles auch noch so reibungslos lief und sogar Spass machte: Was wünscht man sich mehr?
Vielen Dank Friedrich und allen Helferinnen/Helfern für dieses tolle Cluberlebnis.
Mit insgesamt 10 Booten ging es letzten Sonntag, am Morgen nach der Zeitumstellung, auf zur Oetwilerbrücke, wo für alle eine kleine Osterüberraschung auf uns wartete. Unter all den Booten war auch ein Neuling – der neue Zweier (Skull/Riemen) wurde getauft! Friedrich Wollmann hatte die Ehre, das Boot von der Marke Salani auf den Namen STELANTIC zu taufen. Damit wurden die beiden Mitglieder Steven Gfeller und Anton Flohr geehrt, die diesen Winter den Atlantik im Ruderboot überquert hatten. Herzlichen Dank an die Stadt Baden für das grosszügige Sponsoring an den neuen Zweier.
Nicole Bregenzer und Aaron Brülisauer haben das Boot dann auf die Jungfernfahrt geführt. Nachdem sich der Doppelzweier und die vielen anderen Boote ihr Ostersäckli bei der Oetwilerbrücke abgeholt hatten, gab es noch feine Sandwiches bei uns im Clubraum. Ein rundum gelungener Anlass, auch wenn sich die Sonne nicht wirklich blicken liess.
Die Teilnahme am Langstreckenrennen in Thalwil markierte auch in diesem Jahr, den Auftakt in die neue Regattasaison. Die frühmorgendliche Anreise führte uns durch eine frisch verschneite Landschaft – der Frühling liess bei diesem Anlass, wie so oft, noch auf sich warten.
Dank unserer frühen Ankunft sicherten wir uns den vordersten Parkplatz für den Bootsanhänger, was die Vorbereitungen erleichterte und für einen entspannten Einstieg in die Regatta sorgte. Unser sportliches Ziel für die erste Standortbestimmung des Jahres war klar: Die im Training erarbeiteten Technikfortschritte sollten im Wettkampf umgesetzt werden – mehr Stabilität im Boot und präzise, saubere Schläge, um das Boot effizient zu beschleunigen.
Der Start verlief jedoch chaotisch, und wir fanden nur schwer in unseren Rhythmus. Bereits früh im Rennen fielen wir zurück und ruderten bald abgeschlagen hinter dem Feld her. Besonders die Wellen bereiteten uns grosse Mühe: Immer wieder schlugen die Ruder an, was nicht nur Kraft kostete, sondern auch an den Nerven zehrte.
Entsprechend gingen wir zunächst davon aus, dass uns der Saisonstart misslungen war. Umso grösser war dann Überraschung: Trotz der Schwierigkeiten erreichten wir unsere beste Platzierung in Thalwil. Der Start in der stärkeren ersten Gruppe liess uns langsamer erscheinen als wir tatsächlich waren.
Mit diesem unerwarteten Ergebnis im Rücken blicken wir nun motiviert nach vorne: Als nächstes steht die Teilnahme am Head of the River Race in London an. Direkt im Anschluss an die Regatta übergaben wir deshalb unser Boot für den Transport – ein nahtloser Übergang zum nächsten Highlight der Saison.
Text: Beat Pauli
Auch die Boote der Masters Männer 1 sowie die Masters Frauen waren am Start. Die Masters Frauen erwischten einen soliden Einstieg ins Rennen, doch irgendwie fehlte uns der letzte Biss, um sich im Feld zu behaupten. So fanden wir uns, eher ungewohnt, auf dem letzten Platz wieder. Die Enttäuschung wich jedoch schnell der Erkenntnis, dass genau solche Rennen Motivation für die kommende Saison liefern und klare Hinweise geben, woran im Training weiter gearbeitet werden muss.
Die Masters Männer 1 hingegen fanden gut in ihren Rhythmus und reihten sich im Mittelfeld ein. Mit einer stabilen Leistung konnten sie zufrieden vom Wasser gehen.
Schön war wie immer das gemeinsame Pastaessen mit Blick auf den See, allerdings wurde es stetig windiger und kälter, weshalb wir bald den Weg nach Hause zum Abladen und Aufriggern antraten, einige mit Halt bei Lindt, um die Kalorienspeicher wieder aufzufüllen und sich für das bevorstehende Osterfest mit leckeren Schokoladenhasen einzudecken
Der vergangene Herbst und Winter standen ganz im Zeichen des Grundlagentrainings und verliefen für mich insgesamt sehr solide. Ich konnte kontinuierlich Fortschritte erzielen und unter anderem auch eine neue persönliche Bestzeit auf dem Ergometer aufstellen. Bei den Swiss Indoors lief es leider nicht ganz nach Wunsch, da ich gesundheitlich etwas angeschlagen war. Ansonsten bin ich jedoch grösstenteils verletzungs- und krankheitsfrei durch die Trainingsperiode gekommen, was im intensiven Wintertraining nicht selbstverständlich ist.
Im Rahmen der Vorbereitung standen auch einige neue Testungen auf dem Programm, unter anderem eine VO₂max-Messung in Magglingen, die spannende Einblicke in meinen aktuellen Leistungsstand gegeben hat.
Eine zusätzliche Herausforderung in diesem Frühling war mein erstes Praktikum im Kantonsspital Luzern, das den ganzen Februar und März dauerte. Die Kombination von Spitalalltag und Spitzensport ist nicht immer einfach, doch gemeinsam mit meinem Trainer Alexis konnten wir das Training sehr gut organisieren. So konnte ich das gesamte Trainingsvolumen absolvieren – auch wenn das manchmal eine Ergometer-Einheit bereits um 05:20 Uhr am Morgen bedeutete.
Sportlich standen zuletzt die ersten wichtigen Standortbestimmungen an. Beim dritten Langstreckentest Ende März, konnte ich mit einem 3. Platz ein starkes Resultat erzielen. Dieses Ergebnis gibt mir zusätzliches Vertrauen für die kommenden Wochen.
Als nächstes folgen im April die Trials, bei denen die Boote für den ersten Weltcup in Sevilla gebildet werden. Anschliessend geht es für drei Wochen ins Trainingslager nach Österreich.
Der erste Weltcup findet Ende Mai statt. Danach werden nochmals Trials durchgeführt, da die Athletinnen und Athleten aus den USA, die dort studieren, wieder zum Team stossen. Deshalb werden wir den zweiten Weltcup auslassen. Der dritte Weltcup findet wie gewohnt in Luzern statt, gefolgt von der Europameisterschaft in Varese. Das grosse Highlight und zugleich das wichtigste Ziel der Saison ist dann die Weltmeisterschaft Ende August in Amsterdam.
Text: Olivia Nacht
Wer Olivia auf ihrem sportlichen Weg unterstützen möchte: Raiffeisenbank Mutschellen, CH60 8080 8006 0686 8151 3
Anfang Januar traf sich eine kleine Gruppe unbeugsamer Badenerinnen und Badener in Solothurn, um gemeinsam den Weissenstein zu bezwingen. Ob im Wettkampfmodus oder als Training: Der Aufstieg hatte es in sich.
Oben angekommen wurden alle von Mischa empfangen – und wie es sich gehört, mit einer wohlverdienten Portion Älplermagronen belohnt. Der gelungene Auftakt fand seinen Abschluss mit der Rückkehr nach Baden, wo wieder in der gewohnten Umgebung trainiert wurde.
Leistungstests Indoors & Langstrecke
An den diesjährigen Indoors blieb eine Medaille zwar aus – was sich jedoch vor allem durch den Start in der neuen Juniorkategorie erklären lässt. Kein Problem: Der Blick ist bereits nach vorne gerichtet.
Umso erfreulicher sind die Leistungen unserer Juniorinnen, die die 80%-Weltbestzeit-Marke geknackt haben und damit auf sehr gutem Weg sind. Auch die Junioren zeigen starke Leistungen und liegen dicht dahinter – ein vielversprechender Ausblick für die kommende Saison.
Elterninfo vom 14. März
Die gut besuchte Elterninfo Mitte März war ein voller Erfolg. Neben dem Kennenlernen des Trainerteams und dem Austausch untereinander erhielten die Eltern spannende Einblicke in die Vereinsarbeit.
Christina und Ewald stellten die Ethik-Charta sowie entsprechende Massnahmen vor. Mischa gab einen Überblick über Trainingsgestaltung und Regattavorbereitung.
Zudem wurde ein Pilotversuch vorgestellt: Juniorinnen und Junioren dürfen sich künftig – unter klaren Auflagen – zwischen Schulende und Trainingsstart im Club aufhalten.
Ein weiterer Fokus lag auf der Nachwuchsförderung, die für den Verein sowohl organisatorisch als auch finanziell von grosser Bedeutung ist. In diesem Zusammenhang wurde auch auf den neu gegründeten Gönnerverein hingewiesen.
Ausblick Saison 2026
Mit Blick auf die kommende Saison gibt es einige wichtige Entwicklungen:
• Der Gönnerverein ist gegründet – Beiträge in jeder Höhe sind herzlich willkommen
• Mischa bietet jeweils mittwochs zwischen 18:00 und 19:00 Uhr (mit Voranmeldung, siehe Anmeldeformular im RCB) Trainingsbegleitung für alle RCB-Mitglieder an
• Ein sorgfältiger Umgang mit den Motorbooten wird vorausgesetzt – insbesondere nach den Investitionen im Jahr 2025. Schäden sind umgehend dem Materialwart zu melden
Schon gewusst?
Im Sommer 2025 besuchten Vertreter vom Jugend+Sport sowie vom Schweizer Ruderverband den Ruderclub Baden. Dabei entstanden professionelle Fotoaufnahmen, die nun offiziell verwendet werden. Reinschauen lohnt sich: https://www.jugendundsport.ch/de/rudern
Fünf Tage Vollgas, unzählige Kilometer auf dem Wasser und viele müde Oberschenkel: Unser Trainingslager in Frankreich hatte es in sich – im besten Sinne. Schon bei der Ankunft wurde klar, dass hier nicht nur entspannt „geplätschert“ wird:
Wir alle waren hoch motiviert und konnten kaum abwarten, wir wussten auch, dass es anstrengend werden würde und wir alle sehr davon profitieren könnten solange wir uns anstrengen und unser bestes geben würden
Der Tagesablauf war geprägt von einem einfachen Prinzip: trainieren, essen, trainieren – und das Ganze wieder von vorne. Die Tage waren klar strukturiert, intensiv und fordernd, aber genau das machte den Reiz aus.
Trotz des intensiven Programms gab es immer wieder kleine Highlights abseits des Bootes:
Eine nicht ganz freiwillige Rettungsaktion einer Adilette, ein abendliches Gespräch zwischen Trainern und Athleten über Teamgeist und Leistung oder der Versuch einiger Athleten, andere mit angeblich „springenden Fischen“ in einem Brunnen zu verwirren – die sich bei genauerem Hinsehen als Steine herausstellten.
Was dieses Lager besonders gemacht hat, war vor allem die gemeinsame Erfahrung: das gegenseitige Pushen, das Verschieben von Grenzen und das gleichzeitige Durchbeissen – trotz Muskelkater und vielen Blasen an den Händen.
Am Ende bleibt für viele eine intensive, anstrengende, aber vor allem unvergessliche Woche mit unzähligen Erinnerungen. Eine Zeit, von der sich nicht wenige gewünscht haben, sie würde noch länger dauern – oder dass der Alltag vielleicht ein bisschen öfter so aussehen könnte. Eine Woche, die gezeigt hat, dass oft mehr möglich ist, als man morgens um 6 Uhr denkt ;-)
Zum Abschluss noch ein ganz grosses Dankeschön an alle Trainer, welche unzählige Stunden in uns investierten, uns unterstützen und uns eine Woche lang 24/7 ausgehalten haben und an Günter für den Anhängertransport.
Vor nunmehr fünf Jahren haben wir das Projekt Vittorioso zur Förderung des Jugendsportes aufgegleist mit dem Ziel, »den Ruderclub Baden zu einem in der Region etablierten Leistungszentrum für den Rudersport zu entwickeln und sich mit den besten Clubs der Schweiz in den jeweiligen Kategorien messen zu können« (siehe RCB Webseite ). Im Jugendsport lernen Jugendliche nicht nur das Rudern, sondern auch Werte wie Teamgeist, Verantwortung, Fairness, Disziplin und Durchhaltevermögen.
Es war von Anfang an klar, dass das ohne eine Professionalisierung nicht geht. Immer mehr Ruderclubs beschäftigen einen Trainer - wenn auch oft nur in Teilzeit, so auch bei uns. Professionalisierung heisst, es muss Geld in die Hand genommen werden und dieses Geld muss erst einmal vorhanden sein.
Ein grosser Anteil des Gehaltes für unseren Headcoach Mischa stammt von Gönnern, die Mitglieder unseres Ruderclubs sind. Mit dem erfreulichen Wachstum unserer Gruppe von Juniorinnen und Junioren nimmt auch der Aufwand für unsere Trainer - insbesondere von unserem Headcoach - zu. Aus diesem Grund wurde auf der GV 2026 das Headcoach-Pensum von 30 auf 45 Prozent erhöht. Ein weitere Erhöhung des Pensums ist angestrebt. Arbeit für unseren Headcoach gibt es mehr als genug. Mit der wachsenden Jugendsportabteilung ändern sich auch die Anforderung an Infrastruktur und Trainingsgerät - siehe z.B. Kraftraum. Um die Finanzierung und diese wichtige Arbeit langfristig zu sichern, wurde am 14. März 2026 der Gönnerverein Jugendsport RC Baden gegründet.
Mit der Organisation der Gönner in einem Verein wird die Finanzierung des Jugendsports langfristig gesichert. Anstelle einzelner Spenden basiert die Unterstützung auf jährlichen Mitgliederbeiträgen und damit auf eine längerfristige Zusage der Mitglieder, unseren Jugendsport zu unterstützen. Dies ermöglicht eine stabile Planung. Gleichzeitig schafft der Gönnerverein eine klare Zweckbindung: Beiträge fliessen direkt in den Jugendsport des RCB. Beim Kanton haben wir einen Antrag auf Steuerbefreiung gestellt. Wird der Antrag angenommen, können die Mitgliedschaftsbeiträge (und auch einmalige Spenden) von der Steuer abgezogen werden.
Auf der GV 2026 haben spontan mehrere RCB Mitglieder ein Beitrittsgesuch zum Gönnerverein eingereicht. Wir freuen uns auf weitere Mitglieder und Spenden! Das Beitrittsformular und weitere Informationen zum Gönnerverein findet ihr auf der RCB Webseite.
Unsere Teilnahme am Head of the River Race (HoRR) in London begann bereits am Donnerstag mit der individuellen Anreise – in diesem Jahr mit einem besonderen Zusatz, denn das traditionsreiche Rennen feierte sein 100-jähriges Jubiläum. Wie es mittlerweile Tradition ist, traf sich das Team im Eight Bells – ein erster geselliger Höhepunkt, bei dem die Vorfreude auf das Rennen spürbar wurde.
Dank der perfekten Organisation von Stämpfli stand unser Boot pünktlich und in einwandfreiem Zustand bereit. Der Freitag wurde genutzt, um das Material vorzubereiten und eine Trainingseinheit auf der Themse zu absolvieren. Es zeigte sich, dass die Strecke auch für den Cox eine Herausforderung darstellt: Strömung, Wind und die Linienführung erfordern höchste Konzentration – entsprechend gross war die Anspannung.
Der Höhepunkt folgte am Samstag: Nach rund zwei Stunden im Warteraum ging es endlich an den Start. Trotz der langen Wartezeit fanden wir gut ins Rennen und zeigten eine seriöse und geschlossene Teamleistung – auch wenn wir unterwegs von einigen Booten überholt wurden.
Nach dem Zieleinlauf wurde das Boot zügig wieder verladen, bevor wir den sportlichen Teil des Tages hinter uns liessen und in den Ruderclubs gemeinsam anstiessen. Nach einem kurzen Abstecher unter die Dusche liessen wir den Abend entspannt in den umliegenden Pubs ausklingen – ein gelungener Abschluss eines intensiven und unvergesslichen Wochenendes.
Der Ruderclub Baden hat sein Konzept für die Badenfahrt unter dem Motto „Echo der Zeit“ fristgerecht eingereicht. Wie schon 2017 und 2023 möchten wir unser Restaurant erneut im Kurpark aufbauen.
Unsere Baute soll aus wiederverwendbaren Gerüstbauteilen entstehen und rund 90 Gästen Platz bieten. Viele Elemente aus früheren Badenfahrten finden erneut ihren Weg in unser Lokal, darunter der Holz-Achter und der bekannte Kronleuchter. So greifen wir unsere eigene Festgeschichte auf und lassen sie als roten Faden in das neue Konzept einfliessen.
Kulinarisch setzen wir auf hochwertige Zutaten und regionale Produkte. Ergänzt wird das Angebot durch eine Bar mit kreativen Signature-Drinks, die den Abend stimmungsvoll abrunden.
Mit dem Motto „Echo der Zeit“ möchten wir ein Festlokal schaffen, das unsere Tradition weiterträgt und gleichzeitig Raum für Neues bietet.