Trainingslager Ravenna Leistungssport 10.-18. Februar 2018

publiziert am 21.02.18

Zum zweiten Mal absolvierten 12 Athleten des RCB ein Trainingslager im Ruderzentrum von Ravenna (Canottieri Ravenna auf dem Lago Standiana bei Savio). Das Quartier war im Hotel Genzianella in Cervia. Es wurden jeden Tag 2 Rudertrainings absolviert und nahezu an jedem Tag am Vormittag, nach dem ersten Training auf dem See, noch ein Rumpf- bzw. Krafttrainingsprogramm.

Die Senioren trainierten im Riemenbereich, die Junioren in Skullbooten. Sie wurden durch einen Seniorruderer ergänzt, sodass es insgesamt 3 Junioren und 9 Senioren waren. Das Wetter war bis auf einen Tag (starker Wind und Regen) durchaus ideal zum Rudern geeignet. Zwar war es morgens teilweise leicht unter Null, aber ab 9 Uhr stiegen die Temperaturen auf bis zu 9°C. Der Wind blies meistens direkt senkrecht zur Fahrtrichtung (also meistens aus NNW), so dass jederzeit gutes Rudern möglich war. Dies war auch notwendig, da bei den meisten der Senoiren noch technische Mängel zu beheben waren, da sie noch nicht so lange dem Leistungssport angehören. Schon nach dem ersten Techniktraining am Ankunftstag formierten sich die ersten Blasen an den Händen, die dann aber sukzessive mit Fingertapes bekämpft wurden.

Zwei bis dreimalige Trainingseinheiten pro Tag machten sehr sehr hungrig. Das Hotel servierte nach dem primo piatto (immer Pasta mit verschiedenen Saucen) unaufgefordert Nachschlag, bis auch der vollständig ‚verputzt‘ war. Dann siegte meistens die Müdigkeit und die 1.5 Stunden Siesta wurden ausnahmlos genutzt. Auch nach dem Abendessen war die Nachtruhe nicht verpönt. Ab Freitagmorgen kamen Schweizer Fussballerfrauen ins Hotel, die offenbar mehr Spass als Training im Kopf hatten (Rauchen, Trinken, Lärm, störend).

Am Mittwochnachmittag war Trainingspause und auf Iain’s Vorschlag hin besichtigte das Team die Festungsanlage San Marino. Zur grossen Überraschung war auf 800m Höhe alles tief verschneit. Die Festungsanlage war beeindruckend – natürlich auch die obligatorischen, nie enden wollenden Schneeballschlachten.

Das Trainingslager war nur möglich dank dem grossen Einsatz des Chefs Leistungssport, Günter Kraut-Giesen, sowie den beiden Trainern Alci Athanasiou und Iain Bruce. Die Teilnehmer danken auch an dieser Stelle für die Spende der Breitensportler, organisiert durch Peter Schärer. Ansonsten haben die Teilnehmenden alle Kosten selbst getragen. Das Echo ist sehr positiv. Der Einsatz hat sich gelohnt und nebst verbesserter Rudertechnik bleiben schöne Erinnerungen an den Winter an der menschenleeren Adria.

Bericht und Fotos von Günter Kraut-Giesen

21.02.2018 / CM